J-Plasma (auch unter dem Namen Renuvion bekannt) ist eine minimalinvasive kosmetische Technologie zur Straffung und Konturierung schlaffer Haut. Sie bietet eine Alternative für alle, die sich eine Hautstraffung wünschen, ohne die mit traditionellen chirurgischen Liftings verbundenen umfangreichen Narben, Schmerzen und langen Erholungszeiten in Kauf nehmen zu müssen. Durch die Kombination der einzigartigen Eigenschaften von kaltem Heliumgas mit Radiofrequenzenergie (RF) erzeugt sie einen präzisen Strom aus „kaltem Plasma“, der unter der Haut wirkt und erschlafftes Gewebe strafft.
Wie funktioniert es?
Der Vorteil von J-Plasma liegt in seiner Fähigkeit, Zielgewebe auf extrem hohe Temperaturen zu erhitzen, während die umliegende Haut optimal geschützt ist. Das J-Plasma-Gerät leitet Heliumgas über eine energiegeladene Elektrode. Dadurch wird das Gas ionisiert und in einen hochkonzentrierten Strom aus kaltem Heliumplasma umgewandelt. Eine dünne Sonde wird durch winzige Einstichstellen direkt unter die Haut eingeführt. Die Plasmaenergie erhitzt das Bindegewebe (das strukturelle Netzwerk, das die Haut mit den Muskeln verbindet) sofort auf ca. 85 °C. Die intensive Hitze bewirkt, dass sich die Kollagenfasern sofort zusammenziehen. Da Heliumgas Wärme sehr schnell ableitet, kühlt das überschüssige Gas die behandelte Stelle innerhalb von Millisekunden wieder ab. Dadurch wird ein Wärmestau verhindert und die oberen Hautschichten vor Verbrennungen und Schäden geschützt. Die kontrollierte Wärmebehandlung regt die natürlichen Heilungsprozesse des Körpers an. In den folgenden Monaten produziert der Körper vermehrt frisches, hochwertiges Kollagen, wodurch die Haut nach und nach straffer wird.
Häufige Behandlungsbereiche
J-Plasma ist vielseitig einsetzbar und kann praktisch überall am Körper oder im Gesicht angewendet werden, wo leichte bis mittelschwere Hauterschlaffung ein Problem darstellt:
– Hals: zur Definition der Kieferpartie und zur Beseitigung eines Doppelkinns.
– Bauch: Strafft die Bauchhaut, die durch Schwangerschaft oder Gewichtsschwankungen entstanden ist.
– Arme: Festigt die Achselhöhlen, die oft als „Winkearme“ bezeichnet werden.
– Oberschenkel & Knie: Strafft erschlaffte Haut an den Innen- und Außenseiten der Oberschenkel und glättet Falten oberhalb der Knie.
– Rücken & Flanken: Glättet Hauterschlaffung im Bereich der BH-Träger und an den Hüften.
J-Plasma + Fettabsaugung
J-Plasma kann zwar als eigenständiges Verfahren zur Behandlung von Hauterschlaffung eingesetzt werden, wird aber am häufigsten mit einer Fettabsaugung kombiniert. Nach der Fettabsaugung entsteht ein Hohlraum. Ist die Haut nicht elastisch, kann sie nach der Fettentfernung schlaff, wellig oder uneben wirken. Durch das Einführen der J-Plasma-Sonde in dieselben mikroskopisch kleinen Einschnitte direkt nach der Fettabsaugung kann die entstandene Haut wie eine Schrumpffolie direkt an die darunterliegende Muskulatur angelegt werden. Diese Kombination ermöglicht eine definierte, athletische und glatte Körperkontur, die mit einer Fettabsaugung allein nicht erreicht werden kann.
J-Plasma ist ein Verfahren, doch es ist wichtig, realistische Erwartungen hinsichtlich der Eignung für verschiedene Patientengruppen zu haben. Ideal geeignet ist die Behandlung für Personen mit leichter bis mittelschwerer Hauterschlaffung und relativ guter Hautelastizität, die sich ein strafferes, festeres Hautbild wünschen. J-Plasma ist für Patienten, die die sichtbaren Narben einer Bauchdeckenstraffung oder Oberarmstraffung vermeiden möchten. Bei Patienten mit einer großen Menge überschüssiger, hängender Hautfalten (häufig nach einer starken Gewichtsreduktion, z. B. einer Schlauchmagen-OP) ist J-Plasma allein nicht ausreichend. In diesen Fällen ist eine operative Entfernung der überschüssigen Haut erforderlich.
Ablauf, Genesung und Zeitablauf
Der Eingriff wird je nach Größe des Behandlungsareals meist unter Vollnarkose durchgeführt. Da die Sonde sehr dünn ist, sind die Schnitte nur wenige Millimeter breit und erfordern kaum oder gar keine Nähte. Die meisten Patienten verspüren in den ersten ein bis zwei Wochen leichte Schwellungen, Blutergüsse und ein Spannungsgefühl. Die Schmerzen lassen sich in der Regel mit rezeptfreien oder leichten Schmerzmitteln gut behandeln. Nach der Operation muss der Patient 3 bis 4 Wochen lang ein medizinisches Kompressionsmieder tragen. Dieses übt sanften Druck aus, wodurch die Haut besser am darunterliegenden Gewebe anliegt und Schwellungen reduziert werden. Unmittelbar nach dem Eingriff spürt der Patient ein sofortiges Straffheitsgefühl. Die eigentliche Transformation entfaltet sich jedoch über 3 bis 6 Monate, während das neu gebildete Kollagen reift. Das Endergebnis ist langanhaltend und verlangsamt die Hautalterung.
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