Die Vaginalstraffung, medizinisch Vaginoplastik genannt, ist ein Eingriff zur Straffung und Reparatur des Vaginalkanals. Sie behandelt eine vaginale Erschlaffung (Länge des Gewebes), die häufig nach der Geburt, im Alter oder aufgrund starker Gewichtsschwankungen auftritt.
Warum sich Frauen für eine Vaginalstraffung entscheiden
Der Eingriff zielt auf die Dehnung der Beckenbodenmuskulatur und des Vaginalgewebes ab:
– Wiederherstellung des Muskeltonus: Dehnte oder getrennte Beckenbodenmuskeln werden gestrafft.
– Entfernung von überschüssigem Gewebe: Überdehnte Schleimhäute in der Vagina werden entfernt.
– Verbesserung der Empfindsamkeit: Der Vaginalkanal wird gestrafft, um Reibung und Empfindung beim Geschlechtsverkehr zu erhöhen.
– Unterstützung der Beckenbodengesundheit: Oft wird der Eingriff mit Operationen zur Behebung von Gebärmutter- oder Scheidensenkung oder Harninkontinenz kombiniert.
So funktioniert der Eingriff
Die Operation wird in der Regel von einem Gynäkologen oder plastischen Chirurgen unter Vollnarkose oder örtlicher Betäubung mit Sedierung durchgeführt:
– Schnitte: Der Chirurg setzt einen kleinen Schnitt am Scheideneingang und im Scheidenkanal.
– Straffung: Die gedehnten Muskeln werden zusammengezogen und mit selbstauflösenden Fäden fest vernäht.
– Entfernung: Überdehnte Schleimhaut wird schonend entfernt.
– Vorbereitung auf die postoperative Phase: Der Scheidenkanal wird unmittelbar nach der Operation mit Gaze tamponiert, um Blutungen zu minimieren.
Genesung und Nachsorge
Für eine optimale Heilung ist die strikte Einhaltung der ärztlichen Anweisungen erforderlich.
– Ausfallzeit: Patientinnen nehmen sich in der Regel 1 bis 2 Wochen frei.
– Aktivitäten: 4 Wochen lang kein schweres Heben oder anstrengende körperliche Betätigung.
– Beckenruhe: 4 bis 6 Wochen lang keine Tampons und kein Geschlechtsverkehr.
– Fäden: Die Fäden lösen sich innerhalb weniger Wochen selbst auf.
Nicht-operative Alternativen
Bei leichter Hauterschlaffung können vor einer Operation auch nicht-operative Behandlungsmethoden in Betracht gezogen werden. Dazu gehören Lasertherapie und Radiofrequenztherapie:
– Lasertherapie: Energiebasierte Behandlungen zur Anregung des Kollagenwachstums im Gewebe.
– Radiofrequenztherapie: Geräte mit thermischer Energie zur sanften Straffung des oberflächlichen Gewebes.
Zu den üblichen Operationsrisiken zählen Infektionen, Blutungen, Narbenbildung und Narkoserisiken. Diese sind meist normal, vorübergehend und mit Antibiotika vermeidbar. Die Patientin sollte sich jedoch an die Klinik und/oder den Arzt wenden, wenn starke Blutungen, Schmerzen, Fieber oder unangenehmer Geruch auftreten.
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