Die moderne Laser-Augenchirurgie bietet verschiedene fortschrittliche Techniken zur Reduzierung der Abhängigkeit von Brille und Kontaktlinsen. Zu den gängigsten Verfahren zählen IntraLase LASIK, iLASIK und ReLEx SMILE. Obwohl alle drei Verfahren die Sehschärfe durch eine Umformung der Hornhaut verbessern sollen, verwenden sie unterschiedliche Technologien und operative Vorgehensweisen.
Vor der Wahl eines Verfahrens ist eine umfassende Augenuntersuchung unerlässlich. Der Augenarzt beurteilt Faktoren wie die Korrekturwerte, die Hornhautdicke und -form, die Augengesundheit und die Stabilität der Sehschärfe. Die am besten geeignete Technik wird individuell für jeden Patienten ermittelt.
IntraLase LASIK
IntraLase LASIK ist eine Form der All-Laser-LASIK, bei der ein Femtosekundenlaser anstelle eines mechanischen Skalpells verwendet wird, um den Hornhautlappen zu erzeugen. Nachdem der Lappen erzeugt und vorsichtig angehoben wurde, entfernt ein Excimer-Laser präzise berechnete Mengen an Hornhautgewebe, um die Hornhaut umzuformen und den Brechungsfehler zu korrigieren. Anschließend wird der Lappen wieder über den behandelten Bereich gelegt. Der Femtosekundenlaser ermöglicht es dem Chirurgen, den Hornhautlappen anhand sorgfältig geplanter Parameter wie Dicke und Durchmesser zu präparieren. Die anschließende Excimer-Laserbehandlung wird individuell auf die refraktiven Messwerte des Patienten abgestimmt.
IntraLase LASIK kann zur Korrektur von Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit und Astigmatismus eingesetzt werden, abhängig von der individuellen Korrektur des Patienten und dem verwendeten Lasersystem. Da bei diesem Eingriff ein Hornhautlappen präpariert wird, sollten Patienten die postoperativen Anweisungen genau befolgen und während der Heilungsphase Reiben oder Druck auf die Augen vermeiden.
iLASIK
iLASIK ist eine individualisierte Form der Laser-Sehkorrektur, die fortschrittliche diagnostische Messungen mit der Femtosekundenlaser-Präparation des Hornhautlappens und der Excimer-Laser-Hornhautmodellierung kombiniert. Die Planung kann detaillierte Messungen des Auges umfassen, um ein individuelles Behandlungsprofil zu erstellen. Während des Eingriffs präpariert der Femtosekundenlaser den Hornhautlappen, gefolgt von einer Excimer-Laserbehandlung, die auf die Messwerte des Patienten abgestimmt ist. Der Hornhautlappen wird anschließend wieder in seine ursprüngliche Position zurückgelegt.
Eines der wichtigsten Prinzipien der individualisierten Laser-Sehkorrektur ist, dass die Behandlung auf den individuellen Augenmerkmalen basieren sollte und nicht allein auf einer Standard-Brillenverordnung. Der Augenarzt kann nach einer ausführlichen Untersuchung feststellen, ob ein individuelles Behandlungsprofil geeignet ist.
ReLEx SMILE
ReLEx SMILE (Small Incision Lenticule Extraction) ist eine minimalinvasive Laser-Sehkorrekturtechnik, die sich von LASIK dadurch unterscheidet, dass kein herkömmlicher Hornhautlappen präpariert werden muss. Bei SMILE erzeugt ein Femtosekundenlaser ein kleines, präzise geformtes Stück Hornhautgewebe, die sogenannte Lentikel, innerhalb der Hornhaut. Der Chirurg entfernt diese Lentikel anschließend durch einen kleinen Schnitt. Durch die Entfernung der Lentikel verändert sich die Form der Hornhaut und der Brechungsfehler wird korrigiert.
SMILE wurde ursprünglich zur Korrektur von Kurzsichtigkeit entwickelt und wird je nach Technologie, Behandlungsbereich und Patientenkriterien auch bei Kurzsichtigkeit in Verbindung mit Astigmatismus eingesetzt. Ob SMILE für Sie geeignet ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter Ihre Sehkorrektur, die Anatomie Ihrer Hornhaut und Ihr allgemeiner Gesundheitszustand der Augen.
Welches Verfahren ist das richtige für Sie?
Es gibt keine Laser-Augenoperation, die für jeden Patienten ideal ist. IntraLase LASIK, iLASIK und ReLEx SMILE haben jeweils ihre spezifischen Eigenschaften. Die Wahl des Verfahrens sollte auf einer umfassenden Augenuntersuchung basieren, die unter anderem Ihre Sehkorrektur, die Dicke und Form Ihrer Hornhaut, Ihren Gesundheitszustand und die Stabilität Ihrer Sehkraft berücksichtigt. Die am besten geeignete Technik wird individuell für jeden Patienten ermittelt. Vor der Behandlung sollten außerdem die zu erwartenden Vorteile, Einschränkungen, Alternativen und potenziellen Risiken besprochen werden.
Nach der Operation
Nach einer refraktiven Operation können vorübergehend Symptome wie verschwommenes Sehen, Lichtempfindlichkeit, Reizungen, Trockenheit, Blendempfindlichkeit oder Lichthöfe auftreten. Art und Dauer der Genesung variieren je nach Verfahren und Patient. Nachuntersuchungen und die verordnete postoperative Pflege sind wichtig, um den Heilungsprozess und das Sehergebnis zu überwachen. Eine Laser-Sehkorrektur kann die Abhängigkeit von Brille oder Kontaktlinsen deutlich reduzieren, jedoch kann kein refraktives Verfahren ein bestimmtes Sehergebnis garantieren. Eine gründliche Prüfung und realistische Erwartungen sind unerlässlich, bevor man eine Entscheidung trifft.
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